Ist der Weiterverkauf von MP3s illegal?

Über diese Frage streiten der Musikgigant EMI und das Startup Unternehmen ReDigi. Am kommenden Freitag wird ein Gericht in Manhattan eine Entscheidung treffen.

ReDigi betreibt eine Plattform, auf welcher legal erworbene MP3 Dateien weiterverkauft werden können. Nach ReDigi handelt es sich um eine digitale Version eines Second-Hand-Plattenladens. Eine Client-Software verhindert, dass Raubkopien zum Verkauf freigegeben werden können und löscht nach einem Kauf die Originaldatei vom Rechner des Verkäufers. Hierdurch soll verhindert werden, dass einzelne Dateien mehrfach veräußert werden. Das Startup hat bezüglich der Rechtmäßigkeit des Geschäftsmodells keine Bedenken und beruft sich auf die im amerikanischen Recht geltende „First-Sale-Doktrin“, danach ist der Weiterverkauf erworbener Werke erlaubt.

Diese Ansicht teilt EMI nicht. ReDigi betreibe vielmehr Urheberrechtsverletzungen im großen Stil.

EMI hatte in der Vergangenheit Lizenzverträge mit anderen Onlineshops abgeschlossen, in welchen den Onlineshops ein alleiniges Vertriebsrecht eingeräumt wurde. Zudem ist der Musikgigant der Ansicht, dass Musikdateien nicht unter die „First-Sale-Doktrin“ fallen. Es fehle an der Vergleichbarkeit mit Büchern oder CDs. Auch die Funktionsfähigkeit der Client-Software wird bezweifelt. Es sei zu befürchten, dass die Software die Rechtmäßigkeit der MP3s nicht hundertprozentig nachweisen könne.

Die Entscheidung wird mit Spannung erwartet. Beide Parteien wollen ihre Geschäftsmodelle verteidigen ...

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