“Damit Ihr Patient nicht tot im Gurt hängt, bis Sie wieder nach ihm sehen….”

Bereits Ende 2003 hatte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Maßnahmen zu Bauchgurt-Fixierungssystemen bei der Anwendung in Kranken- und Pflegebetten empfohlen.

Dem BfArM sind weiterhin Vorkommnisse bekannt geworden, bei denen Patienten im Bauchgurt hängend tot vor ihren Betten aufgefunden wurden.

Risiken werden beim BfArM insbesondere in der Verlagerung des Patienten in eine hängende Position und im Verrutschen des Bauchgurts in den Bereich von Brustkorb oder Hals gesehen. Die Gurte waren – laut Mitteilung des BfArM – von der Taille bis in den Bereich von Oberbauch, Brust oder Hals gerutscht, die Patienten konnten sich aus dieser Lage nicht befreien und kamen zu Tode.

Nach Auffassung des BfArM wurde eine wesentliche Maßnahme zur Prävention derartiger Unfälle mit dem Bauchgurt bislang noch nicht konsequent umgesetzt, nämlich Bauchgurte zur Patientenfixierung im Bett nur noch derart zu konstruieren, dass eine kopfwärts gerichtete Gurtverlagerung vermieden wird. Der Schutz gegen Seitwärtsverlagerung soll dabei bestehen bleiben.

Das BfArM kommt aktuell in seiner Mitteilung vom 24.9.2012 zu folgender Bewertung:

Bauchgurte zur Patientenfixierung im Bett hätten konstruktiv sicherzustellen, dass sie sich nicht von der Taille aus weiter kopfwärts verlagern können. Zudem habe die Gurtkonstruktion auch eine Verlagerung des Patienten über die Bettkante hinaus zu verhindern. Fixiergurte, welche diese Eigenschaften nicht aufweisen, sind nicht mehr anzuwenden oder sind entsprechend nachzurüsten. Für die Durchsetzung und Überwachung der Maßnahmen sind nach dem deutschen Medizinprodukterecht die Landesbehörden zuständig ...Zum vollständigen Artikel

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