Ein Verteidiger zu viel: Verfahrensrüge versemmelt...

Der Angelagte hatte wohl Revision einlegen lassen. Der Verteidiger tat dies auftragsgemäß und erhob schon mal die Sachrüge. Da braucht es ja auch keiner großen Begründung. Dann hat der Angeklagte wohl Panik bekommen und einen anderen Verteidiger beauftragt. Der hat dann unter Überschreitung der Revisonsbegründungsfrist noch die Verfahrensrüge erhoben. Wiedereinsetzung gab`s dafür freilich nicht.

1. Das Wiedereinsetzungsgesuch ist bereits deshalb unzulässig, weil die Revision des Angeklagten infolge der rechtzeitig erhobenen Sachrüge frist- und formgerecht begründet worden ist (vgl. BGHSt 1, 44; BGHR StPO § 44 Verfahrensrüge 3, 7; BGH, Beschluss vom 15. März 2001 - 3 StR 57/01). In solchen Fällen kommt eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zur Nachholung von Verfahrensrügen nur ausnahmsweise bei besonderen Verfahrens-lagen in Betracht, in denen dies zur Wahrung des Anspruchs des Beschwerde-führers auf rechtliches Gehör (Art. 103 Abs ...

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