Ritter Lanzelot hat “Schiss in der Bux”

………. und will doch nur spielen. Erst schloss er es definitiv aus, je Gottschalks Nachfolger werden zu wollen – und schon da war für mich persönlich längst klar, dass er damit liebäugelt.

Und dann griff er prompt zu, als hätte er nie “Ich nie” gesagt. ["Nie" sollte man mMn ohnehin nienicht sagen - es ist schlicht eine viel zu lange Zeit für sichere Prognosen]. Aber neben der seinerzeitigen Noch-Besetzung Gottschalk und während der bis zur Penetranz zelebrierten NochnichtZu- und NochnichtAbsage Kerkelings wäre es wenig opportun gewesen, den Finger zu heben und “hier” zu rufen. Selbst als sein Name bereits ins Spiel gebracht wurde, aber ersichtlich nicht konkurrenzfähig neben Kerkeling schien. Und Götter bereits vom Thron zu stossen – nach dem Motto “So gut kann ich’s mindestens auch….klar wäre ich bereit” wäre ihm mutmasslich auch medial weniger mit Sympathiepunkten quittiert worden. Schwiegermütters Wunschschwiegersöhne tun sowas nicht.

Nein, die Strategie, deren Eindruck man sich damals wie jetzt immer weniger erwehren kann, ist eben eine andere: Nicht beissen, sondern Hab-Acht(ung)-Stellung. Nicht beissen, sondern Beisshemmung: Die Pose, die Schwäche und Demut präsentiert, um selbst nicht gebissen zu werden und unbeschadet und ohne Blessuren durch die Kampfreihen durchzulavieren, bis an ein Ziel. Beisshemmung, das Mittel, das Verhaltensforscher als Schutzmechanismus bezeichnen und das dazu führe, dass ein im Kampf eigentlich unterlegenes Individuum vom siegreichen Artgenossen nicht ernstlich verletzt werde, sofern das unterlegene Tier seine Niederlage durch eine Demutsgebärde kenntlich mache ...

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