Haftungsansprüche Dritter gegenüber dem Vorstand / Geschäftsführer

Hierzu das relevante Urteil aus 2012 des Bundesgerichtshofs:BGH VI ZR 341-10; Zusammengefasst: Sowohl § 43 II GmbHG (siehe unten) als auch § 93 II AktG (siehe unten) enthalten eine Haftungskonzentration: Grundsätzlich stehen nur der Gesellschaft selbst Ansprüche gegen ihre Geschäftsführer bzw. Vorstandsmitglieder zu. Selbst wenn keine Ausnahme (Direktanspruch z. B. aus Delikt) von diesem Grundsatz vorliegt, ist dem geschädigten Dritten die Inanspruchnahme der Leitungsorgane nicht zwingend versperrt, also aufgepasst! Für Aktiengesellschaften sieht § 93 V AktG eine Geltendmachung des Ersatzanspruchs der AG durch einen Dritten vor, soweit von der AG keine Befriedigung erlangt werden kann. Bei Gesellschaften mit beschränkter Haftung bleibt dem Dritten der Weg über die Pfändung und Überweisung der Ansprüche der GmbH gegen ihren Geschäftsführer im Rahmen der Zwangsvollstreckung.

§ 43 Haftung der Geschäftsführer

(2) Geschäftsführer, welche ihre Obliegenheiten verletzen, haften der Gesellschaft solidarisch für den entstandenen Schaden ...

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