Existenzgründung – Privatadresse als Geschäftsadresse ?

Eine der ersten Fragen die jeder Gründer zu beantworten hat, ist die nach der Geschäftsadresse seiner Unternehmung. Soll ein Büro angemietet werden oder nicht ? Wer sich auf die Suche begibt findet schnell heraus, dass in Ballungsräumen unter 5000 €/Jahr gar nichts geht. Zu diesem Preis findet man sich dann in einem 1 Mann Hamsterkäfig wieder. Wenn sich die Tätigkeiten dann auf verwaltende Tätigkeiten beschränken und mit keinem großen Publikumsverkehr zu rechnen ist, stellt sich die Frage, ob man nicht die eigene Wohnung als Geschäftsadresse angeben kann.

Urteil des Bundesgerichtshofs

Zur Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen dies zulässig ist, hat der Bundesgerichtshof 2009 geurteilt (BGH, Urteil vom 14.07.2009, Az. VIII ZR 165/08). Der BGH vertritt die Auffassung, dass bei Anmietung einer Wohnung immer auch der Zweck der Vermietung, nämlich das “Wohnen” vertraglich (mit-)vereinbart wird. Dieser Zweck umfasst solange auch eine berufliche oder gewerbliche Tätigkeit des Mieters, wie es sich nur um eine gewerbliche Mitnutzung handelt, die den Wohnzweck nicht überwiegt. Außerdem dürfen von dieser gewerblichen Mitnutzung keine im wesentlichen anderen Auswirkungen auf die Mietsache ausgehen, als bei einer ausschließlichen Wohnnutzung ...

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