Die EU-Kommission und ein Lebens­mittel­verpackungs­kartell

Die Europäische Kommission hat dreizehn Unternehmen, die in der Herstellung und/oder im Vertrieb von Lebensmittelverpackungen für den Einzelhandel tätig sind, in einer Mitteilung der Beschwerdepunkte ihren vorläufigen Standpunkt mitgeteilt, dass sie unter Verstoß gegen die EU-Kartellvorschriften bis zu acht Jahre lang an einem Kartell im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) beteiligt gewesen sein könnten. Die Übermittlung einer solchen Mitteilung greift dem endgültigen Ergebnis des Verfahrens nicht vor.

Die Mitteilung der Beschwerdepunkte erfolgte an Unternehmen, welche Schaumstoffschalen aus Polystyrol (PS) und Hartschalen aus Polypropylen (PP) herstellen bzw. vertreiben. Diese Produkte werden im Einzelhandel zur Verpackung von Lebensmitteln wie Fisch, Fleisch oder Käse verwendet.

Die Kommission hegt den Verdacht, dass die betreffenden Unternehmen unter Verstoß gegen Artikel 101 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV), nach welche Kartelle und wettbewerbsbeschränkende Verhaltensweisen verboten sind, möglicherweise an folgenden Praktiken beteiligt waren:

Preisfestsetzung, Marktaufteilung, Kundenzuteilung, Austausch sensibler Geschäftsinformationen und Angebotsabsprachen.

Derartige Verhaltensweisen könnten Direktabnehmern wie Supermärkten und letztlich auch den Endkunden geschadet haben.

Namen betroffener Unternehmen werden zum gegenwärtigen Verfahrensstand von der Kommission noch nicht bekannt gegeben

im Hinblick auf Unschuldsvermutung und zur Wahrung der Verteidigungsrechte der Unternehmen ...Zum vollständigen Artikel


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