Das Publizieren von Gegnerlisten ist beim Porno-Filesharing unzulässig

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Nachdem eine Privatperson geklagt hatte, erklärte das Landgericht Essen die Veröffentlichung von Gegnerlisten beim Porno-Filesharing für unzulässig und erließ gegen die Regensburger Rechtsanwaltskanzlei Urmann und Collegen (U+C) eine einstweilige Verfügung.Die Rechtsanwälte von Urmann und Collegen (U+C) hatten einige Male damit gedroht, eine sogenannte Gegnerliste, auch unter dem Synonym „Porno-Pranger“ bekannt, im Internet zu veröffentlichen. Die Kanzlei vertritt unter anderem Mandanten aus der Pornofilmbranche. Sie versendet Abmahnungen an Privatpersonen, von deren Anschluss aus Pornofilme über sogenannte Tauschbörsen (Peer-to-Peer-Netzwerke) in das Internet hochgeladen werden (Filesharing). Urmann und Collegen wollten nun die Daten von Privatpersonen veröffentlichen, von deren Telefonanschluss angeblich Pornos getauscht wurden. Es sollten hauptsächlich diejenigen an den Pranger gestellt werden, die die mit den Abmahnungen geforderten Beträge noch nicht gezahlt hatten.

Die Klägerin warf Urmann und Collegen vor, durch die Veröffentlichung am „Porno-Pranger“ sollten die Personen unter Druck gesetzt werden, das Geld zu bezahlen. Die Rechtsanwälte betonten jedoch, dass die Gegnerliste lediglich ihre Expertise auf diesem Rechtsfeld dokumentieren solle. Dem wollte das erkennende Gericht nicht folgen. Es war geplant, dass die Gegnerliste am 01. September 2012 online geht, doch noch am 30 ...

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