Oxford Tales I: Grüß Gott, Oxford

Dienstag, der 2.10., es ist 14 Uhr Greenwich Mean Time. Ich sitze zum ersten Mal in meinem Zimmer in Oxford, das mir während meines Erasmusaufenthalts Schlaf- und Arbeitsplatz sein wird. Eine ordentliche Größe hat es und auch die Ausstattung ist gut: Zu einem Bett, das zugegebenermaßen weniger breit und lang als mein eigenes ist, gesellen sich ein Schreibtisch, hinter dem noch der ehemalige fireplace zu erkennen ist, ein Schreibtischstuhl, ein Schrank, ein Regal und eine Kommode. Der Lehnstuhl mutet da schon fast wie unnötiger Luxus an. Neben den braunen Möbeln, dem hellroten Bezug der Stühle und dem Teppichboden, der sich durch rote Tupfen auf blauem Grund auszeichnet, sorgen die bunten Gardinen für die nötige Auffrischung im Raum. „Nun bin ich also in Oxford“, denke ich mir. Endlich wieder in Großbritannien zu sein, darüber hatte ich mich schon am Flughafen Heathrow gefreut. Die Briten machen es einem leicht, sich in ihrem Land wohl zu fühlen. Schon der Herr von der border control ist überaus freundlich, als ich ihm meinen Pass reiche: „Good morning to you. How are you doing today?“ Und der Fahrer des Busses nach Oxford plaudert mit mir über Golf, auch wenn ich seine Frage, wo ich denn in Oxford aussteigen wolle, nicht auf Anhieb verstanden hatte. Vom Busbahnhof in Oxford musste ich noch zehn Minuten bis zum College gehen. Etwas überrascht sehe ich plötzlich neben mir die Eingangstür, von der ich im Internet schon ein Foto gesehen hatte. Ein verstohlener Blick bestätigt es mir. Hier ist es: Somerville College. In der Green Hall bekomme ich meinen Zimmerschlüssel, Informationsblätter, meine University Card und noch eine schnell erstellte Access Card, mit der ich die Gebäude des Colleges betreten kann. Von Green Hall aus ist mein Zimmer etwas versteckt gelegen. Es geht Treppen hoch und runter ...Zum vollständigen Artikel

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