Fristlose Kündigung bei Mietrückstand bei irrtümlicher Annahme über Mangelursache rechtgemäß

Darf einem Mieter aufgrund eines Mietrückstandes fristlos gekündigt werden, weil dieser die Miete wegen einer irrtümlichen Annahme über die Mangelursache kürzte? Darüber musste der Bundesgerichtshof entscheiden.

Mieter kürzt Miete wegen baulicher Mängel

Im konkreten Fall ging es um die beklagten Mieter, die das Einfamilienhaus der Kläger bewohnten. Die Mieter beschwerten sich im Dezember des Jahres 2008 darüber, dass sich aufgrund baulicher Mängel Kondenswasser und Schimmel im Haus bilden würden. Nachdem sich die Kläger den Mangel angesehen hatten, teilten sie ihren Mietern mit, dass dieser aufgrund eines fehlerhaften Heiz- und Lüftungsverhaltens ihrerseits erzeugt wurde. Dies kümmerte die Beklagten allerdings nicht und sie kürzten die Miete für den Zeitraum zwischen März 2009 und Juni 2010 um monatliche 310 €, was 20 % des Bruttomietpreises entspricht. Am 7. Januar 2010 kündigten die Kläger das Mietverhältnis fristlos wegen des Mietrückstandes, der zu diesem Zeitpunkt 3.410 € betrug.

Vermieter fordern Zahlung des Mietrückstandes, der Zinsen und Räumung der Wohnung

Nun forderten sie mit ihrer Klage nicht nur die Begleichung des Mietrückstandes, der sich bis Januar 2010 angehäuft hat, sondern auch die Zahlung der Zinsen und die Räumung der Wohnung. Der Klage wurde vom Amtsgericht Freising stattgegeben ...

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