Die Form mal ganz anders

Das deutsche Zivilrecht kennt verschiedenste Formvorschriften (§§ 125ff. BGB). Am bekanntesten dürfte wohl die notarielle Beglaubigung eines Grundstückkaufvertrages gem. § 311b BGB sein. Im Gegenzug überrascht es so manchen Laien, wieviele Verträge sogar mündlich geschlossen werden können - zB auch der Arbeitsvertrag (man beachte hier aber insb. § 2 NachwG). Denn schließlich hat sich die Schriftform, also die eigenhändige Namensunterschrift oder das notariell beglaubigte Handzeichen, im Rechtsverkehr schon aus Gründen der Beweissicherheit inzwischen fast überall durchgesetzt, auch wenn sie in neuerer Zeit durch die Textform bei Fernabsatzgeschäften wieder ein wenig verdrängt wird. Zudem gibt es relativ selten Streitereien, ob die Unterschrift denn nun tatsächlich echt ist - wenn, dann wohl am ehesten in einer der folgenden drei Konstellationen: Rechtsanwaltsunterschrift bei Berufungs-/Revisionsbegründungen, Arbeitgeberunterschrift bei der Kündigung und natürlich bei Urkundsdelikten. Man kann sich also im übrigen Verkehr auf die Unterschrift verlassen. Bis man nach Japan geht. Denn sobald der westliche expat nun in Japan zur Unterschrift schreitet, um ein Zimmer zu mieten oder ein Auto zu kaufen, reagiert der japanische Vermieter/Verkäufer mit Unverständnis ...Zum vollständigen Artikel

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