Gefährdete Schildkröten und Abfalldeponie – Griechenland wird von der EU-Kommission verklagt

Die Europäische Kommission verklagt Griechenland wegen einer Abfalldeponie in einem Schutzgebiet auf der Insel Zakynthos vor dem Gerichtshof:

Die Deponie wird unter Verstoß gegen das EU-Abfallrecht betrieben und bildet eine ernste Gefahr für die menschliche Gesundheit, die Umwelt und insbesondere für nistende Schildkröten. Griechenland muss die Deponie entweder schließen oder sie mit dem Abfallrecht der EU in Einklang bringen. Auf Empfehlung von EU-Umweltkommissar Janez Potočnik verklagt die Kommission Griechenland vor dem Gerichtshof der Europäischen Union.

Die Deponie liegt in einem Meeresnationalpark auf der Insel Zakynthos. Der Park wurde zum Schutz der Unechten Karettschildkröte (Caretta caretta), einer inzwischen als bedroht eingestuften prioritären Art, eingerichtet.

Die Bedenken der Kommission gehen in das Jahr 2009 zurück. Im Januar dieses Jahres erhielten die griechischen Behörden eine mit Gründen versehene Stellungnahme, in der sie aufgefordert wurden, umgehend Maßnahmen im Zusammenhang mit der Deponie zu treffen (siehe IP/12/66), doch haben Kontrollen der griechischen Behörden bestätigt, dass die Deponie immer noch unter Verstoß gegen EU-Recht betrieben wird. Die Deponie ist nicht nur eine Gefahr für die menschliche Gesundheit und die Umwelt, sondern verursacht auch Schäden durch Verunreinigungen, die aus Leckagen in die lokale Umwelt austreten, und durch herumfliegende Plastiktüten. Außerdem werden Möwen angelockt, die Fressfeinde der jungen Schildkröten sind. Die griechischen Behörden haben das Problem erkannt und Schritte unternommen, um eine Ersatzanlage einzurichten ...

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