OLG Bremen (keine) Beweisbarkeit des Angebotsabgabe bei ebay

Das OLG Bremen hatte unter 3 U 1/12 zu entscheiden, wie der Vertragsschluß bei ebay zu beweisen ist. Der Verkäufer stellte auf der Handelsplattform sein Motorrad zum Verkauf ein. Den Zuschlag bekam der Beklagte für 34.000,00 €. Der meinte aber, er habe das Gebot nicht gegeben, sondern vielmehr sei sein Zugang von X “geknackt” worden. Daher verkaufte der Kläger das Motorrad für 14.000,00 €und verlangte vom Beklagten die “restlichen” 20.000,00 € – vergeblich.

Streitpunkt war die Frage, ob es der Kläger beweisen konnte, daß es mit dem Beklagten zu einem Vertragsschluß kam. Der Kläger meinte, es gäbe dafür einen Anscheinsbeweis, weil das Gebot unter dem Zugang des Beklagten (Account) abgegeben worden sei. Bereits das Landgericht wies aber darauf hin, daß

für die Tatsache, daß eine über ein bestimmtes Mitgliedskonto abgegebene Willenserklärung von dem jeweiligen Kontoinhaber abgegeben worden ist, kein Anscheinsbeweis spricht, da es an einem für die Annahme eines Anscheinsbeweises erforderlichen typischen Geschehensablauf fehlt ...

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