Fund und Finderlohn

Allgemeines, Mietrecht, WEG Recht, Zivilrecht

Wer eine verlorene Sache findet hat grundsätzlich einen Anspruch auf Finderlohn.

Dieser Anspruch ist in § 971 BGB geregelt. Danach gilt, dass der Finderlohn von Sachen bis zu 500 Euro 5 Prozent beträgt. Demnach erhielte der Finder einer Tasche im Wert von 400 Euro also 20 Euro. Sollte die Sache einen größeren Wert haben, so beträgt der Finderlohn 3 Prozent des Wertes, der 500 Euro übersteigt.

Bei einer Fundsache von 10.000 Euro erhält der ehrliche Finder somit 310 Euro (5 % von 500= 25 Euro und 3% aus 9.500 Euro = 285 Euro). Bei 100.000 Euro sind es immerhin 3010 Euro Entlohnung.

Zu beachten ist, dass nicht alle gefundenen Sachen auch „verloren“ sind. Nicht verloren sind zum Beispiel einfach liegengelassene und versteckte Sachen, deren Lage bekannt ist und die durch den Besitzer jederzeit wieder an sich genommen werden können. Hier ist der Besitz nicht aufgegeben.

Neben der Besitzlosigkeit der Sache ist für einen Fund erforderlich, dass die verlorene Sache nicht herrenlos ist. Es muss ein Eigentumsverhältnis bestehen ...

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