EU schützt unbegleitete Minderjährige nicht gut genug

Nach Auffassung der EU-Kommission müssen unbegleitete Minderjährige besser geschützt werden.

Jährlich kommen Tausende unbegleiteter Minderjähriger auf der Suche nach einem neuen Leben nach Europa auf der Flucht vor Kriegen und Konflikten oder anderen schwierigen und dramatischen Lebensumständen. Einige von ihnen haben auf der Flucht sogar Familienangehörige verloren.

In dem am 28.9.2012 vorgelegten Bericht über die Lage unbegleiteter Minderjähriger in der EU fordert die Kommission verstärkte Bemühungen auf nationaler und europäischer Ebene, um dieser komplexen länderübergreifenden Herausforderung wirksam und unter vollständiger Wahrung der Rechte des Kindes zu begegnen.

Der Zustrom unbegleiteter Minderjähriger aus Drittländern sei kein vorübergehendes Phänomen, sondern ein Merkmal der Migrationsströme in die EU. 2011 wurden in der EU-27 von unbegleiteten Minderjährigen 12 225 Asylanträge gestellt. Diese Zahl entspricht dem Niveau der Vorjahre, eine Veränderung ist in den nächsten Jahren kaum zu erwarten.

Schätzungen verschiedener Mitgliedstaaten lassen vermuten, dass eine sehr viel größere Zahl unbegleiteter Minderjähriger über illegale Migrationskanäle nach Europa kommt.

Nach Angaben der italienischen Behörden hielten sich zum 31. Dezember 2011 auf italienischem Hoheitsgebiet 5 959 unbegleitete Minderjährige auf. Frankreich ging von rund 6 000 unbegleiteten Minderjährigen auf seinem Staatsgebiet aus. In Spanien lag die Anzahl unbegleiteter Minderjähriger für den Zeitraum 2008-2011 bei insgesamt über 5 500. In Belgien geht man von rund 4 000 unbegleiteten Minderjährigen aus ...Zum vollständigen Artikel


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