BMELV und das Antibiotika-Minimierungskonzept

Mit einem Katalog von Maßnahmen soll der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung in Deutschland deutlich reduziert werden. Dazu bekommen die zuständigen Überwachungsbehörden der Länder schärfere Kontrollbefugnisse als bisher, der Austausch zwischen den Behörden wird verbessert, eine neue bundesweite Datenbank schafft größtmögliche Transparenz, die umfasendere Dokumentationspflichten der Tierhalter über den Einsatz von Antibiotika in ihren Betrieben in Zukunft sollen gelten und der Einsatz bestimmter Wirkstoffe soll deutlich erschwert werden.

Eine entsprechende Novelle des Arzneimittelgesetzes (AMG) hat in dieser Woche das Bundeskabinett beschlossen.

Die Verschärfung des Arzneimittelgesetzes setze laut Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner an den entscheidenden Stellen an, um den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung wirksam zu reduzieren. Es handele sich um eine der tiefgreifendsten und ehrgeizigsten Reformen der Tierarzneimittel-Gesetzgebung.

Das Gesetz kann nach Abschluss des parlamentarischen Verfahrens voraussichtlich im Frühjahr 2013 in Kraft treten.

Kernstück der Gesetzesnovelle ist ein Antibiotika-Minimierungskonzept:

Es ermögliche den Überwachungsbehörden, die Behandlungshäufigkeit mit Antibiotika in einem Betrieb zu beurteilen und mit anderen Betrieben zu vergleichen. Auf dieser Grundlage kann der Tierhalter zu erforderlichen Prüfungen und Maßnahmen verpflichtet werden – auch im Zusammenwirken mit dem Tierarzt- und der Überwachungsbehörde. Ziel sei die Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes auf das wirklich notwendige therapeutische Mindestmaß ...Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK