Toilettenfrauen sind keine Automaten

Wer schon einmal an einer Autobahnraststätte oder ähnlichem verzagte, weil er kein 20 Cent Stück im Portemonnaie hatte, um es auf den Sammelteller der Toilettenfrau zu legen, der hat sicherlich auch schon einmal überlegt, was mit seinen 20 Cent eigentlich passiert.

Ein Urteil vom Sozialgericht Berlin (S 73 KR 1505/10) gibt Einblick in die Welt der professionellen Toilettenreiniger. Ein Berliner Reinigungsservice hatte vor dem Sozialgericht geklagt, um eine erhebliche Nachzahlung an die Rentenversicherung zu vermeiden. Diese hatte nach einer Betriebsprüfung rund 118.000 EUR an Sozialversicherungsbeiträgen gefordert. Der Betrieb hatte den Toilettendamen nicht den laut Tarifvertrag des Gebäudereinigerhandwerks geschuldeten Mindestlohn von rund 8 EUR gezahlt, sondern nur einen mageren Stundenlohn von 3,60 – 4,50 EUR. Für diese Lohndifferenz, so die Deutsche Rentenversicherung Bund, müssten die Versicherungsbeiträge nachgezahlt werden.

Auf keinen Fall, fand der Reinigungsservice ...

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