“So lebt kein Schwein!”

“Es gibt Zahlen, die sagen, dass 1/3 der Schweinemenge Abfall ist.”

Ich würde dazu sagen: DAS liegt auch – aber nicht allein an industrieller Schweinezucht.

Aus folgendem Grund: Wenn ich hier und da höre, mit welcher Geringschätzung von Konsumenten Teile von Fleisch und Tieren als minderwertig angesehen und mit Etikett “sowas esse ich doch nicht” (vorzugsweise mit einem etwas angewidertem und angeekeltem Unterton) belegt werden, die nicht gekauft (und dann eben wie im Beitrag gezeigt direkt zu einem Teil zu Müll werden) oder dann noch erst beim Kunden weggeworfen werden. Und ich würde hinzufügen: Ist es nicht erstaunlich, dass eigentlich kulinarisch gut verwendbare und schmackhafte Teile von Fleisch und Tieren als igittigitt gesehen werden – gleichzeitig aber kein Widerspruch wahrgenommen oder empfunden wird, dass auch damit durchaus eben der Kunde dazu beiträgt, wenn bereits eine Stufe vorher, beim Erzeuger und bei der Schlachterei Teile nicht mehr dem Kunden angeboten oder weggeworfen würden? Es ist wie bei Geflügel: Wenn jeder Kunde nur noch Putenbrust- oder Hühnerbrust/filets kauft – was stellt er sich denn dann vor, was mit dem Rest passiert? Nicht nur mit Flügeln, zu denen ihm vermutlich gerade noch einfallen wird, dass er die dann BBQ-gewürzt in der TK-Tüte oder frittiert beim Fastfood-Dealer seines Vertrauens wiedererkennen könnte. Dort zahlt er dann gern auch mehr dafür, als er dafür zahlen würde, wenn man sie ihm mit dem ganzen Geflügel anbieten würde. Wenn dieses freilaufend traditionell aufgewachsen teurer für ihn wäre.

Was mit dem Rest passiert, da hapert es schon bei den meisten. Keulen – da greift er auch noch zu, teilweise. Daher findet man auch diese in der Kühltheke separat. Und alle separat in endlosem Verpackungsmaterial von Kunststoffschalen angeboten. Oder eben auch in der Folie im TK-Bereich ...

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