Neuer Verdacht bei der Organvergabe

Die Meldungen gehen soeben frisch über die Nachrichtenagenturen und Medien – nach den Vorfällen in Göttingen und Regensburg vor Wochen soll es nun auch Verdachtsfälle im Klinikum Rechts der Isar geben.

An diesen nun – wie man glauben könnte – erstmals auch dort aufgefallenen Unregelmässigkeiten und den Meldungen dazu über die ersten Reaktionen fallen mehrere Dinge auf.

Die wenig dezenten Äusserungen des Präsidenten der Bundesärztekammer, die nicht erstmals seit den Verdachtsfällen in Göttingen und Regensburg gegen die bayerischen Behörden und deren Versagen zielen. Und dann wieder – zum jetzigen Verdachtsfall – bezogen auf die an der Klinik Beteiligten von “menschlichem Versagen” und nicht von Manipulation sprechen. Obgleich – nach dem bisher bekannt gegebenem eigentlich noch nichts wirklich endgültig geklärt scheint. (Siehe Links am Ende des Beitrages).

Nun ist das nicht wirklich überraschend, wie auf Verdachtsfälle und Vorfälle reagiert wird:

I.

Es sind 3 Grundelemente wiederkehrend zu bemerken:

1. Verbale These und Statements sind: Es gebe keine Manipulationen, es gebe keinen Organspende- und Transplantationsskandal.

2. Es seiauf keinen Fall ein Systemversagen der Organspende und -transplantation, es sei alles transparent, alles unter Kontrolle, lupengenau und lupenrein.

3. Bei etwaigen bisherigen Verdachts- oder Vorfällen könne daher alles in der Hand der ärztlichen Selbstverwaltung und -kontrolle bleiben (alle anderen sind eh nicht kompetent zu Beurteilung und Prüfung und allenfalls komme Kooperation mit weiteren Kontrollgremien in Frage) , denn alle Kontrollgremien der Bundesärztekammer funktionieren (Überwachungs- und Prüfungskommission) und hätten bisher nur ganz wenige Fälle von Auffälligkeiten registriert, wenn überhaupt seien in den wenigen Einzelfällen dann nur die Behörden (die in Bayern und die Staatsanwaltschaft, etc) schuld, die trotz Meldungen nichts unternahmen oder einstellten ...

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