Als Anwalt darf man schon mal ungestraft beleidigen…

Im „Kampf um das Recht“ dürfen Beteiligte bis hin zur Ehrverletzung auch „starke, eindringliche Ausdrücke und sinnfällige Schlagworte benutzen“. Mit diesem Hinweis hat das Amtsgericht im brandenburgischen Königs Wusterhausen die Klage eines 27-Jährigen abgewiesen, dem ein Rechtsanwalt Faulheit unterstellt hatte (AZ: 20 C 569/11).

Im Ausgangsstreit hatte eine junge Mutter ihren Vater auf Ausbildungsunterhalt verklagt. Ihr 27-jähriger Lebensgefährte machte gerade auf dem zweiten Bildungsweg sein Abitur. In einem Schriftsatz argumentierte der Anwalt des Vaters, der Lebensgefährte sei vorrangig zum Unterhalt verpflichtet. Und weiter: „Grund dieses Rechtsstreits insgesamt ist lediglich der Umstand, dass der Lebensgefährte der Antragsstellerin schlicht zu faul ist, zu arbeiten. Diese Realität muss einmal beim Namen genannt werden.“

Der Lebensgefährte fühlte sich beleidigt und forderte ein Schmerzensgeld von mindestens 500,00 €.

Das Amtsgericht wies nun die Klage ab ...

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