Korruption: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Hewlett-Packard

Die Staatsanwaltschaft hat im Korruptionsskandal rund um den Computerhersteller Hewlett-Packard die Ermittlungen abgeschlossen und wird Anklage erheben. Neben drei ehemaligen Mitarbeitern wird die Anklage auch gegen das Unternehmen selbst gerichtet sein. Damit droht auch dem Computerriesen selbst eine Geldstrafe.

Den ehemaligen HP-Managern wird vorgeworfen, dass sie vor knapp 10 Jahren in Russland 7,5 Millionen Euro als Bestechungsgelder gezahlten haben sollen, um einen Auftrag über rund 35 Millionen Euro zu erhalten. Der Auftrag umfasste auch die Neuausstattung der russischen Staatsanwaltschaft mit Computern.

Konkret vorgeworfen wird den ehemaligen Mitarbeitern Bestechung, Veruntreuung und Beihilfe zur Steuerflucht. Ihnen droht bis zu vier Jahren Haft. Ein weiteres Verfahren läuft in den USA. Auch dort wird dem Unternehmen vorgeworfen, dass in Russland Aufträge durch Schmiergeldzahlungen erhalten worden sind.

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage.

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