Facebook: umstrittene Gesichtserkennungsfunktion wird in Europa vorerst abgeschalten

Ein Etappensieg für die irischen Datenschützer: Wie SPIEGEL ONLINE berichtet, hat Facebook die meisten Empfehlungen der irischen Datenschutzbehörde umgesetzt. Dies hat die Behörde in einem Prüfbericht festgehalten, der vergangenen Freitag veröffentlicht wurde.

Eines der wichtigsten Zugeständnisse macht Facebook, indem sich das soziale Netzwerk jetzt bereit erklärt hat, die Gesichtserkennungsfunktion für Nutzer in der Europäischen Union vorerst abzuschalten. Die gesammelten biometrischen Informationen sollen gelöscht werden.

David gegen Goliath: Der Kampf geht weiter

Auch der deutsche hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hatte bereits den Kampf gegen die von Facebook bereit gestellte Gesichtserkennungsfunktion aufgenommen. Wir berichteten.

Nachdem die Aktivitäten des Datenschützers nicht zum Erfolg geführt hatten, macht jetzt auch Caspar ernst. Der Hamburger Datenschützer hat unabhängig von der Veröffentlichung des Berichtes am Freitag eine Anordnung gegen Facebook Inc. in den USA erlassen und die Erfassung und Speicherung von biometrischen Daten untersagt.

Forderung nach einer Opt-In Lösung

Facebook hat die Gesichtserkennungsfunktion in seinen Standardeinstellungen aktiviert. Das bedeutet, dass standardmäßig ein dauerhaftes biometrisches Template erzeugt wird und ein bereits vorhandenes Referenztemplate mit den neuen temporären Templates abgeglichen wird. Dem Nutzer steht lediglich die Möglichkeit zu, die Funktion (nachträglich) zu deaktivieren ...

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