Polen: Aufbau der Infrastruktur für Breitband-Internet komt nur langsam voran

Zugang zum Breitband-Internet gilt als eine entscheidende Voraussetzung für die Entwicklung der modernen Kommunikationsgesellschaft. Ein Blick zu unseren polnischen Nachbarn offenbart hier allerdings ein ernüchterndes Bild: Am Ende des Jahres 2011 konnten zwar 74% Haushalte (26% Einwohner) in Polen das Breitband-Internet nutzen, der Zugang erfolgt aber zum großen Teil durch Mobilgeräte.

Die Anzahl der Einwohner mit Breitband-Internetanschlüssen via Festnetz ist in Polen im Vergleich zum Durchschnitt in der Europäischen Union insgesamt um 10 Prozentpunkte niedriger. Zum Zweck des Aufbaus der Infrastruktur für Breitband–Internet in den Jahren 2007-2013 hat die Europäische Union Polen über eine Milliarde Euro gewährt.

Im August dieses Jahres wurde zu diesem Thema ein Report der polnischen Höchsten Prüfungskammer (pol. NIK, entspricht dem deutschen Bundesrechnungshof) veröffentlicht. Nach dem Report gibt es erhebliche Verspätungen bei der Durchführung der Bauprojekte. Die meisten Projekte begrinnen demnach gerade erst oder sind in der Vorbereitungsphase hängen geblieben. Anstatt tausender Kilometer Leitung sind bis jetzt lediglich einzelne Strecke entstanden.

Breitband-Internet-Projekte können im Rahmen von drei verschiedenen Operationsprogrammne finanziert werden: Regionales Operationsprogramm (579 Mio. EUR sind zu vergeben), Programm für die Entwicklung des Ostpolens (300 Mio. EUR) und Programm der Innovativen Wirtschaft (200 Mio EUR). Im Rahmen des Programms für die Entwicklung des Ostpolens (PEO) wird bis 2015 die Installation von 10.000 km Glasfaserkabel geplant, was über ein Million Menschen den Zugang zum Breitband-Internet sichern soll ...

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