Kündigungsfrist: 18 Monate können zulässig sein

Die arbeitsvertragliche Vereinbarung einer für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichen Kündigungsfrist von 18 Monaten zum Monatsende kann zulässig sein. Das hat das Arbeitsgericht Heilbronn entschieden (Urteil vom 8.5.2012, 5 Ca 307/11). Voraussetzung ist jedoch, dass der Arbeitnehmer eine herausgehobene Stellung innehat und erst nach Ablauf der langen Kündigungsfrist über keine den geschäftlichen Erfolg des Arbeitgebers gefährdende Insiderkenntnisse mehr verfügt.

Hier der Fall im Einzelnen: Ein Diplom-Betriebswirt war seit August 2009 bei einer Supermarktkette als Einkaufsleiter für den Bereich “Einkauf International” tätig. Unter anderem war es seine Aufgabe mit Lieferanten Verträge in einer Gesamtgrößenordnung von mehreren hundert Millionen Euro auszuhandeln. Der Arbeitsvertrag sah sowohl für den Arbeitnehmer als auch für den Arbeitgeber eine Kündigungsfrist von 18 Monaten vor.

Ende August 2011 kündigte der Einkaufsleiter zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Daraufhin wurde er von seinem Arbeitgeber unter Fortzahlung der Bezüge freigestellt und darauf hingewiesen, dass auf die Einhaltung der Kündigungsfrist von 18 Monaten bestanden wird ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK