Keine intelligenten Netze: Bundeskartellamt verhängt Bußgelder gegen Hersteller von Stromtransformatoren i.H.v. 23 Mio Euro wegen Absprachen am Rande von Verbandssitzungen

Das Bundeskartellamt hat Geldbußen in Höhe von insgesamt 24,3 Mio. Euro gegen vier Hersteller von Leistungstransformatoren verhängt. Diese dienen der Umspannung von Strom zur Netzübertragung. Die Unternehmen hatten über mehrere Jahre wettbewerbsbeschränkende Absprachen im Rahmen von Ausschreibungen getroffen. Bei den vier Unternehmen handelt es sich um die ABB AG, Mannheim, die Alstom Grid GmbH, Frankfurt am Main, die Siemens AG, München und die Starkstrom-Gerätebau GmbH, Regensburg. Die Kartelltreffen fanden im Zeitraum von Frühjahr 1999 bis März 2004 gewöhnlich am Rande von Sitzungen der AG Leistungstransformatoren des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. in Frankfurt am Main statt.

Dazu Andreas Mundt, der Präsident des Bundeskartellamtes:

„Die vier Unternehmen haben im Zeitraum von Frühjahr 1999 bis März 2004 Quoten- und Submissionsabsprachen getroffen und den deutschen Markt für Leistungstransformatoren unter sich aufgeteilt. Ausschreibungen zahlreicher Energieversorgungsunternehmen waren betroffen.“

Das vom Bundeskartellamt verfolgte Kartell betraf Quoten- und Submissionsabsprachen für mittlere (ab 12,5 Megavoltampere) und große (ab 100 MVA) Leistungstransformatoren in Deutschland. Die Kartelltreffen fanden im Zeitraum von Frühjahr 1999 bis März 2004 gewöhnlich am Rande von Sitzungen der AG Leistungstransformatoren des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. in Frankfurt am Main statt.

Am Rande der Veranstaltung

Im offiziellen Teil der Veranstaltung wurden unter anderem anhand der Verbands-Statistiken Marktbedingungen und allgemeine Preisentwicklungen besprochen. Daran anknüpfend kam es danach im inoffiziellen Teil in Kleingruppen zu projektbezogenen Gesprächen. Teilweise fanden Kartelltreffen aber auch am Vorabend von Verbands-Sitzungen sowie anlässlich von gemeinsamen Ausflügen und Betriebsbesichtigungen statt ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK