Datenschutz: Facebook und die Gesichtserkennung

Eine sehr umstrittene Funktion bei Facebook ist jetzt endlich, zumindest für den europäischen Raum, gestoppt worden: die automatisierte Gesichtserkennung.

Bekannt unter dem Namen "Markierungsvorschläge für Fotos" war dieses Feature einer der markantesten Kritikpunkte unter deutschen Datenschützern.

Im Juni 2011 wurde diese Funktion in Deutschland standartmäßig eingeführt. Für den Nutzer bedeutete dies, dass er sie in seinen Einstellungen selbst abstellen musste. Bereits während des Uploads eines Fotos wurden Gesichter auf den Bilder erkannt und analysiert, damit eine Zuordnung zu Freunden stattfinden konnte.

Ursprünglich als nützliches Hilfsmittel entwickelt, um die Markierung von Freunden zu vereinfachen, wurde das Feature schnell zum Stein des Anstoßes: es wurde kritisiert, eine Datenbank mit dem «Gesichtsabdruck» von Millionen Mitgliedern habe ein immenses Risiko- und Missbrauchspotenzial. Auch die Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner hatte damals geäußert, dass die automatische Voreinstellung der Gesichtserkennung besonders für jugendliche Nutzer problematisch sei. Forderungen wurden laut, dass Nutzer ausdrücklich ihre Zustimmung zur Freischaltung der Funktion erteilen müssten. Facebook hingegen hatte in den vergangenen Monaten immer wieder betont, die Fotomarkierungs-Funktion sei mit den europäischen Datenschutzbestimmungen konform ...

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