Veröffentlichung schon bei blossem Verdacht?

Berichte über Lebensmittel-”Skandale” in den Medien sind sinnvoll.

Der Verbraucher will wissen, was er kauft und isst. Und wenn es infolge von Mängeln bei Hygiene, durch Inhalte und Zutaten gesundheitsschädlich für ihn sein kann oder wenn durch Produktionsprozesse etwas zB in Lebensmittel gelangt, das dort noch weniger zu suchen hat. Die letztgenannten Fälle führen dann von Zeit zu Zeit zu Produktrückrufen.

Letztere werden in der Regel und weitgehend sachlicher in der Presse aufgegriffen. Anders oft im Bereich der beiden erst genannten Kategorien. Dort kann man sich bei aller sachlichen und guten Berichterstattung, die es dazu gibt, nicht immer des Eindrucks erwehren, dass Lebensmittelhygiene und Lebensmittelkennzeichnungen und andere Verbraucherthemen nicht ungern auch gut als Quotenthema aufgegriffen werden. Das erweitert zwar auch den Informationsradius zur Erreichung der zu schützenden Verbraucher vor bestehenden Risiken, ist aber nicht ohne “unerwünschte Nebenwirkungen”.

Denn dass dies weder auf Vertrauen von Marken, noch auf wirtschaftliche Belange von Unternehmen ganz ohne Einfluss bleibt, zumal in Zeiten von shitstorms und der kaum löschbaren Verbreitung des nichts vergessenden Internets, stellt für Lebensmittelhersteller und Handel zweifelsohne eine neue Herausforderung dar, wie mit Informationen umzugehen ist, wenn es um Verdachtsfälle oder Vorfälle zB im Umgang mit Hygiene im Betrieb geht.

Denn machen wir uns nichts vor: Zu frühe, zu oft unbegründete, zu oft erfolgende Vorfallsmeldungen, die am Ende als unbegründet anzusehen sind, denen kein Vorfall mit wirklich gesundheitsgefährenden oder ekelerregenden Fällen zugrundeliegt, und die damit für Interessen des Verbrauchers auch letztlich keine hilfreichen Meldungen sind, haben à la longue eher einen abstumpfenden, gegenteiligen Effekt ...

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