Datenweitergabe bei der Post trotz Widerspruch?

Nach einer Meldung der Frankfurter Rundschau soll ein einfaches “Ich will nicht” bei der Weitergabe der Daten im Rahmen des Nachsendeauftrags der Deutschen Post AG nicht ausreichen – Kunden, die Zeitschriften abonniert haben, müssen sich schon in der doppelten Verneinung üben.

Hintergrund des vermeintlichen Datenschutzskandals

Beim Nachsendeservice der Deutschen Post kann man sich die Post an die neue Adresse weiterleiten lassen. Dabei wird man gefragt, ob die Post diese neue Adresse zur Aktualisierung an andere Unternehmen weitergeben darf. Hintergrund ist, dass die Post auch als Adresshändler arbeitet und natürlich ein Interesse daran hat, stets aktuelle Adressen anbieten zu können – was sich durchaus als Wettbewerbsvorteil erweist. Das ist auch legitim. Dieser Weitergabe kann man widersprechen – so weit, so datenschutzgerecht. Nicht erst seit der Änderung des Meldegesetzes machen davon Bürger auch Gebrauch.

Nun soll es allerdings so sein, dass Zeitschriften generell nicht nachgesandt werden (warum das so ist, weiß ich ehrlich gesagt nicht, nehme es mal als gegeben hin), daher wird im Rahmen des sog. „Premiumadress-Verfahrens für Versender von Pressepost“ (like!) die Adresse trotz Widerspruchs weitergegeben – eben an die Presseverleger. Dazu wird ein Infoschreiben mit der Möglichkeit gereicht, erneut (nun explizit dagegen) Widerspruch einzulegen ...

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