Zum Tod von Herbert Rosendorfer

Komisches Gefühl, wenn wieder einer aus der Generation vor mir von uns gegangen ist. Die Anzahl der Kaffee's, die wir miteinander - zusammen mit zahlreichen anderen Kollegen - in der Cafeteria des Amtsgerichts München an jenem Stammtisch getrunken haben, dem er in den "Briefen an die chinesische Vergangenheit" ein Denkmal setzte, kann niemand ermessen. Die Wirkungen seines Oeuvres auf die bayerische Justiz allerdings sehr wohl: Die Justiz war beleidigt. Beleidigt, dass die Akteure in "Ballmanns Leiden", insbesondere der "Herr im senfgelben Anzug" in der Realität so leicht zu identifizieren waren und erst recht beleidigt über die Aussage des "Dichterfürsten", als Amtsrichter verdiene er das, was er als Schriftsteller an Steuern zahlen müsse. Letztere Bemerkung, so das ont dit in den heiligen Hallen der Münchener Gerichte, soll ihn von jeglicher Beförderung innerhalb der bayerischen Justiz fürlange Jahre ausgeschlossen haben. Und doch drehte er allen letztlich eine Nase ...Zum vollständigen Artikel


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