Pflichtverteidigerwechsel

Normalerweise ist das immer so eine Sache, wenn der Pflichtverteidiger ausgewechselt werden soll. Oft gelingt es einem inhaftierten Menschen nicht innerhalb der von den Gerichten meist sehr kurz bemessenen Frist einen Verteidiger seines Vertrauens auszuwählen und er bekommt einen dem Gericht genehmen Urteilsbegleiter Pflichtverteidiger bestellt. Das ist dann ein Problem, denn so einfach ist es nicht, den Pflichtverteidiger wieder los zu werden, wenn man nicht genügend Kleingeld um hat einen Wahlverteidiger zu bezahlen. Man muss nachweisen, dass das Vertrauensverhältnis zum Pflichtverteidiger gestört ist und es deshalb unzumutbar ist, von diesem weiter verteidigt zu werden. Das ist recht schwer und gelingt äußerst selten. Oder der Pflichtverteidiger stimmt dem Wechsel zu. Dann kann der Wahlverteidiger beigeordnet werden. Das geschieht aber meist nur, wenn der Wahlverteidiger Verzicht auf die bisher angefallenen Gebühren erklärt. Das bedeutet, dass er noch weniger als die ohnehin schon mickrigen Pflichtverteidigergebühren erhält, wenn der Mandant nicht draufzahlen kann. Egal wie, ein Pflichtverteidigerwechsel ist fast immer mit Unannehmlichkeiten verbunden ...Zum vollständigen Artikel


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