Haareschneiden als Hassverbrechen – mehrjährige Freiheitsstrafen werden erwartet

Amish-Farmer mit Sohn, 1941, Irving Rusinow, Photographer (NARA record: 5307166)

Nach US-Bundesrecht können Straftaten, die aus Hass gegen Minderheiten begangen werden, mit langjährigen Haftstrafen bis hin zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt werden. Und genau das droht jetzt laut derstandard.at dem Bischof einer Sektenabspaltung der Amish-People in Cleveland/Ohio, dem 66-jährigen Samuel Mullet, der gemeinsam mit 15 seiner Anhänger, darunter etliche seiner Söhne, von einer Geschworenenjury schuldig gesprochen wurde, weil er angeordnet haben soll, dass mehreren abtrünnigen Sektenmitgliedern die Bärte und die Haare abgeschnitten wurden. Eine “Terrorkampagne” habe der Staatsanwalt den Angeklagten vorgeworfen, Nachts hätten sie bei 5 Gelegenheiten ihre Opfer aus dem Schlaf gerissen und brutal ihrer Haarpracht beraubt. Bei den Amish-Peoplen, einer aus Mitteleuropa stammenden Sekte mit radikalen Lebensvorstellungen, gelten Bärte als Ausdruck von Männlichkeit, Würde und Frömmigkeit. Nach ihrer Heirat dürfen die männlichen Sektenmitglieder ihre Bärte nicht mehr schneiden und die Frauen lassen ihre Haare wachsen. Das Abschneiden von Bart und Haaren gilt als schwere Beleidigung und Erniedrigung ...

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