Bericht von der HUSUM WindEnergy - Die Ideologie der stromintensiven Industrie - Regierung bricht ihr Versprechen

● Hans-Josef Fell MdB, Sprecher für Energie der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen ● Bericht von der HUSUM WindEnergy Diese Woche fand in Husum die HUSUM WindEnergy statt. Bei der weltgrößten Messe für Windenergie treffen sich alle zwei Jahre Hersteller, Projektierer, Betreiber, die Politik und an der Windenergie interessierte Bürger, um neue technische Entwicklungen und Trends vorzustellen und sich zu informieren und, um über die poltischen Rahmenbedingungen zu debattieren. Dieses Jahr wurde in vielen Diskussionen und Gesprächen, die ich geführt habe, klar, in der Windenergiebranche geht die Angst um. Kanzlerin Merkel und Umweltminister Altmaier hatten in den letzten Wochen immer wieder die Planungen der Bundesländer für den Ausbau der Windenergie im Zeitraum bis 2020 als um 60 Prozent zu hoch kritisiert. Während die Planungen der Länder ein richtiger Schritt wären, gerade die zur Zeit günstigste Erneuerbare Energiequelle stärker auszubauen, bremst die Bundesregierung aus. Aber damit nicht genug, nach den Plänen der Regierung soll der jährliche Zubau bei der Windenergie an Land sogar auf 800 – 1200 Megawatt gedrosselt werden und damit unter den 2000 Megawatt bleiben, die durchschnittlich in den letzten Jahren in Deutschland installiert wurden. In seiner Rede kritisierte der Schleswig-Holsteinische Ministerpräsident Thorsten Albig damit die Bundesregierung zu Recht. Minister Altmaier versuchte in seiner Erwiderung dann vor allem mit vielen Worten zu beschwichtigen. Dies gelang ihm aber nicht, da er seinen indirekten Ankündigungen, den Ausbau der Windenergie drosseln zu wollen, weder konkretisierte noch zurücknahm. Allerdings ist die Gegenwehr der Windenergiebranche auf die Angriffe noch viel zu schwach. So hatte für viele der Streit um den zukünftigen Messestandort Husum oder Hamburg höhere Bedeutung als der Frontalangriff auf die Windenergie durch Merkel und Altmaier. Die Branche sollte sich nicht täuschen lassen ...Zum vollständigen Artikel

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