Alle sollen entlassen werden…

Eine Kündigung kann unter mehreren Gesichtspunkten unwirksam sein. Deshalb sollte nach Erhalt eines Kündigungsschreibens sofort geprüft werden, ob die Kündigung wegen Fehlerhaftigkeit innerhalb der 3-Wochen-Frist vor dem zuständigen Arbeitsgericht angegriffen werden sollte. Ein kompetenter Anwalt kann dabei helfen.

Das Bundesarbeitsgericht hat in einer aktuellen Entscheidung erneut zu den Wirksamkeitsvoraussetzungen einer Kündigung bei Massenentlassungen entschieden. In der Entscheidung heißt es:

Beabsichtigt der Arbeitgeber Massenentlassungen, hat er den Betriebsrat nach § 17 Abs. 2 Satz 1 KSchG schriftlich ua. über die Gründe für die geplanten Entlassungen zu unterrichten. Ob danach die Unterrichtung der Schriftform iSv. § 126 BGB bedarf, hat das Bundesarbeitsgericht noch nicht entschieden. Hat der Arbeitgeber die von § 17 Abs. 2 Satz 1 KSchG geforderten Angaben in einem nicht unterzeichneten Text dokumentiert und diesen dem Betriebsrat zugeleitet, genügt die abschließende Stellungnahme des Betriebsrats zu den Entlassungen, um den eventuellen Schriftformverstoß zu heilen.

Über das Vermögen der Arbeitgeberin der Klägerin wurde am 1. September 2009 das Insolvenzverfahren eröffnet und der Beklagte zum Insolvenzverwalter bestellt. Der Beklagte schloss mit dem Gesamtbetriebsrat am 15. Oktober 2009 einen von beiden Seiten unterzeichneten Interessenausgleich mit Namensliste für drei Betriebe des Unternehmens, der die nach § 17 Abs. 2 KSchG erforderlichen Angaben enthielt ...

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