Nachlese: (Der lange) Abschied von der Wahrheitssuche ...

Toll! Und völlig unverquast. Nur als Apetizer. Unbedingt ganz lesen! "1. Die fehlende Ausbildung des Strafrichters Die fehlende Ausbildung des Strafrichters, und der Strafrichter ist hier nicht im prozessualen Sinn gemeint, er reicht vom Einzelrichter bis zu den Mitgliedern der Revisionssenate, sie stellt eines der größten Probleme auf dem Weg zur Erforschung der Wahrheit dar. Der Mangel ist besonders eklatant im Bereich der Beurteilung von Zeugenaussagen, des immer noch wichtigsten und dabei umstrittensten Beweismittels. Dass über diese evidente Tatsache mittlerweile nicht einmal mehr diskutiert wird, ist rational kaum nachvollziehbar. Welcher Patient würde es beispielsweise akzeptieren, dass ihm sein Zahnarzt erklärt, er habe zwar in seiner Ausbildung noch keinen Zahn selbst gezogen, er habe aber davon gehört und er freue sich darauf, das Prinzip "learning by doing" nunmehr in Angriff zu nehmen? Dabei ist die Klage über die mangelhafte Ausbildung des Strafrichters keineswegs neu; sie ist heute nur fast in Vergessenheit geraten. So bedauert Gustav Radbruch schon im Jahre 1949 in seinem Aufsatz über "Fachliche und charakterliche Voraussetzungen des Rechtsberufes", dass "die Feststellung der rechtserheblichen Tatsachen während des Studiums in keiner Weise geübt wird" und " ... die vorgelegten Rechtsfälle nur eine Rechtsanwendung am Phantom bedeuten".[...] http://www.endriss-kollegen.de/Eroeffnungsrede%20Strafverteidigertag%202011.pdf oder: http://www.strafverteidigervereinigungen.org/Strafverteidigertage/Material%20Strafverteidigertage/vortrag%20malek.htm "Die Klagen über die Unzuverlässigkeit des Zeugenbeweises wollen kein Ende nehmen ... und doch hat dieser mangelhafte Zeugenbeweis seine überragende Bedeutung für das Gerichtsverfahren nahezu unangefochten behalten .. ...Zum vollständigen Artikel

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