Korruptionsskandal: Argentinier verklagt Siemens wegen angeblicher Morddrohung

Ein Argentinier erhebt vor einem US-Gericht schwere Vorwürfe gegen Siemens. Angeblich soll der Siemens-Konzern im Jahr 2000 einen Schlägertrupp auf den Mann angesetzt haben. Damit sollte verhindert werden, dass der Mann, der als Beamter von der Korruption erfuhr, den Skandal öffentlich machte.

Der Korruptionsskandal hat Siemens damals eine Strafzahlung von 1,2 Milliarden Euro gekostet. In den 90er Jahren hatte das Unternehmen in Argentinien den damaligen Staatspräsidenten und mehrere Beamte mit insgesamt 100 Millionen US-Dollar bestochen, um einen Milliardenauftrag für fälschungssichere Ausweise zu erhalten. Der Mann fordert insgesamt 77 Millionen Euro von Siemens, hauptsächlich wegen Misshandlungen und Bedrohung, die bis hin zu Morddrohungen reichen sollen. Siemens selbst äußerte sich zum Verfahren nicht. Der Konzern bestätigte lediglich die Existenz der Klage.

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage.

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