eBay: Abgabe eines Gebotes über fremden Account

Derzeitige Sicherheitsstandards lassen den Schluss nicht zu, dass die Verwendung eines Passwortes auf ein Gebot des Accountinhabers hindeutet OLG Bremen, Beschluss vom 21. Juni 2012, Az.: 3 U 1/12 Das OLG Bremen hat in einem Berufungsverfahren per Hinweisbeschluss dem klagenden eBay-Verkäufer deutlich gemacht, dass er seine Berufung wegen mangelnder Erfolgsaussicht zurückziehen möge. Der Sachverhalt war einfach. Der klagende Verkäufer hatte privat seine Harley Davidson im Auktionsmodus zum Verkauf angeboten. Den Zuschlag erhielt der Beklagte für ein Gebot von 34.000 €, das über sein eBay- Mitgliedskonto abgegeben wurde. Einige Tage meldete sich der Beklagte nicht. Auf Nachfrage des Verkäufers erklärte er dann, er habe das Angebot nicht abgegeben, sein Account sei durch eine Person namens M. aus B. gehackt worden. Der Kläger machte gerichtlich den entgangenen Gewinn aus dem Geschäft geltend. Nachdem er schon am Landgericht unterlegen war, machte ihm nun auch das OLG keine Hoffnung. Das Gericht sah den für einen Schadensersatzanspruch erforderlichen Vertragsschluss mit dem Account-Inhaber nicht als bewiesen an. Der Kläger habe den Beweis nicht führen können, dass der Beklagte selbst das Höchstgebot abgegeben habe. Da dies eine für ihn günstige Tatsache gewesen sei, sei er auch beweisbelastet gewesen. Es bestehe auch kein Anscheinsbeweis dafür, dass eine über einen eBay-Account abgegebene Willenserklärung dem Kontoinhaber zuzurechnen sei ...Zum vollständigen Artikel


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