Unfallreparatur in der freien Fachwerkstatt

Ist ein Fahrzeug älter als drei Jahre, darf ein Unfallgeschädigter auch auf eine freie Fachwerkstatt verwiesen werden. Allerdings sind ihm konkrete Werkstätten zu benennen, welche eine gleichwertige Arbeit leisten können, in zumutbarer Entfernung liegen und auch tatsächlich bereit sind, günstiger zu arbeiten. Im Falle eines Bagatellschadens ist ein Sachverständigengutachten weder erforderlich noch zweckmäßig, hier genügt die Einholung eines Kostenvoranschlages.

So das Amtsgericht München in dem hier vorliegenden Fall eines Streits über die Tragung der Reparaturkosten eines Fahrzeugs. Im August 2010 stand eine Münchner Autofahrerin mit ihrem Ford Escort auf dem Parkplatz des Euroindustrieparks. Vor ihr stand ein VW Golf. Plötzlich fuhr dessen Fahrerin rückwärts und beschädigte das Fahrzeug der Münchnerin am Stoßfänger vorne links und am linken vorderen Scheinwerfer. Die Geschädigte holte ein Sachverständigengutachten zu den voraussichtlichen Beseitigungskosten ein. Dessen Kosten in Höhe von 387 Euro sowie die voraussichtlichen Reparaturkosten in Höhe von 844 Euro verlangte sie von der Versicherung. Diese zahlte allerdings die Sachverständigenkosten gar nichts und auf die Reparaturkosten nur 176 Euro. Insbesondere die Stundenverrechnungssätze seien hier zu hoch angesetzt. Die Geschädigte hätte nicht zu einer Vertragswerkstatt gehen müssen. Daraufhin erhob die Unfallgeschädigte Klage vor dem Amtsgericht München ...

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