Knochenbruch trotz ordnungsgemäßer Pflege

Erleidet eine an massiver Osteroporose erkrankte Person beim Umsetzen einen Knochenbruch, so besteht kein Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn keinerlei Anhaltspunkte für ein pflichtwidriges Vorgehen der Pflegekräfte erkennbar ist.

Mit dieser Begründung hat das Landgericht Coburg die Klage einer Tochter abgewiesen, die vom Betreiber des Klinikums Schmerzensgeld in Höhe von 10.000 Euro verlangt hat. Im Oktober 2008 setzten zwei Pflegekräfte die Mutter der Klägerin im Krankenzimmer um. Dabei kam es zu einem Bruch des rechten Oberarms. Der Bruch wurde erst zwei Tage später bei einer Computertomographie festgestellt, weil eine Röntgenaufnahme einen Tag später den Bruch nicht erkennen ließ. Die betagte Patientin wurde dann noch im Klinikum weiterbehandelt bis sie etwa zwei Monate später entlassen wurde und kurz darauf verstarb.

Ihre Tochter und Erbin verklagte das Klinikum auf 10.000,00 Euro Schmerzensgeld. Das Umsetzen ihrer Mutter sei nicht sachgerecht abgelaufen, so dass es zum Bruch des rechten Oberarms gekommen sei. Deswegen wollte die Klägerin Schmerzensgeld, welches ihrer Mutter zugestanden hätte. Die Osteoporose-Erkrankung ihrer Mutter sei für den Bruch des Oberarms nicht ursächlich gewesen, sondern ein Fehlverhalten der Mitarbeiter des Klinikums. Es könne nicht sein, dass bei sach- und fachgerechter Behandlung durch zwei Pflegepersonen ein Bruch des rechten Oberarms verursacht werden könne. Es müsse ein Fehlverhalten der Pflegekräfte vorliegen ...

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