Französisches Sozialrecht – Erneute Herabsetzung des sozialversicherungsfreien Teils einer Abfindung

Im Dezember 2011 hatten wir in einem Artikel eine Herabsetzung des Höchstbetrages des sozialversicherungsfreien Teils einer Abfindung anlässlich der Kündigung eines Arbeitsvertrages in Frankreich nach dem Gesetz zur Finanzierung der Sozialversicherung für das Jahr 2012 thematisiert.

Nach der Wahl des französischen Staatspräsidenten im Mai 2012 wurden neue angekündigte Maßnahmen bezüglich der Reduzierung der „Sozialschlupflöcher“ umgesetzt. So wurde diesen Sommer das zweite berichtigende Haushaltgesetz verabschiedet, das einige soziale Vorteile beschränkt.

Der sozialrechtliche Teil dieses Gesetzes vom 16.08.2012, das am 17.08.2012 verkündet worden ist, hat erneut die sozialen Bestimmungen über die Abfindungen anlässlich der Kündigung eines französischen Arbeitsvertrages verändert. Der Artikel 30 des Gesetzes senkt einen weiteren sozialversicherungsfreien Teil, der bis jetzt noch nicht betroffen war.

Das französische Sozialversicherungsgesetzbuch («Code de la sécurité sociale») sah bis heute einen sozialversicherungsfreien Höchstbetrag für die Abfindungen anlässlich der Kündigung eines Arbeitsvertrages bzw. der Abberufung des gesetzlichen Vertreters einer Gesellschaft vor. Überschritten die Abfindungen die jährliche Bemessungsgrenze der Sozialversicherung („plafond de la Sécurité Sociale“) dreißig Mal, d.h. um Eur 1.091.160,00 für 2012, unterlag die gesamte Abfindung den Sozialabgaben.

Dieser Höchstbetrag des sozialversicherungsfreien Teils wurde seit dem 1.09.2012 auf das Zehnfachte der jährlichen Bemessungsgrenze der Sozialversicherung herabgesetzt, und zwar für 2012 um Eur 363.720,00 ...

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