Sollten wir Abofallen und Adressbuchschwindel "Betrug" nennen?

"Schluss mit den Euphemismen"
fordert der Anwaltskollege Dr. Mirko Möller in seinem lesenswerten Editorial der Zeitschrift Kommunikation und Recht. Die eher schmeichelnden Umschreibungen wie "Abofallen" und "Adressbuchschwindel"
sollten endlich aufgegeben und durch "Abobetrug" und "Adressbuchbetrug" ersetzt werden,
so sein Fazit. Da gebe ich ihm im Grunde Recht, dem Kollegen. Möchte aber auf eine klitzekleine Schwierigkeit dabei hinweisen: Wie er selbst schreibt, ist das große Problem, das uns ja auch so unnötige Ungetüme wie die Buttonlösung eingebracht hat, dass die Strafjustiz nicht so recht mit dem Unwesen der Abofallen und Adressbuchschwindeleien umzugehen weiß. Und so gibt es eben zahlreiche Beispiele dafür, dass entsprechende Verfahren wegen Betrugs eingestellt, gar nicht erst eröffnet oder mit Freispruch beendet wurden: Die "Täter" wurden also nicht bestraft, sondern konnten sich dann auch noch damit brüsten, dass ja selbst die Strafrichter an ihrem Handeln nichts betrügerisches finden konnten ...Zum vollständigen Artikel


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