4A_236/2012: fristlose Entlassung einer Kadermitarbeiterin u.a. wegen Umgehung des Vier-Augen-Prinzips und Weitergabe von Passwörtern gerechtfertigt

Das BGer schützt die fristlose Entlassung einer Kadermitarbeiterin einer Bank. Die Mitarbeiterin hatte bei der Bank u.a. die Aufgabe, Zahlungen durch seine Untergebenen im Auftrag eines Kunden zu autorisieren (vier-Augen-Prinzip), wenn die Zahlungen CHF 20'000 überstiegen, und bei CHF 100'000 übersteigenden Zahlungen den Kunden sicherheitshalber anzurufen. Die Zahlungsautorisierung erfolgte durch das Benutzerkonto der Mitarbeiterin. Diese hatte schliesslich täglich die Liste der Transaktionen zu prüfen. Nach einem Streit mit seinen Untergebenen sprach die Mitarbeiterin nicht mehr mit diesen. Stattdessen übergab sie ihnen ihr Passwort. Sie "autorisierten" die Zahlungen ab dann selbst und riefen die Kunden auch selbst zurück. Auch die tägliche Prüfung wurde nicht mehr durchgeführt. Dies, im Verbund mit weiteren Umständen, reicht für eine fristlose Entlassung. Das BGer betont auch, dass Passwörter keinesfalls an Untergebene weitergegeben werden dürfen:
Les instructions données touchaient des intérêts majeurs de l'entreprise. Il s'agissait en effet d'éviter des erreurs et surtout qu'un employé indélicat puisse détourner des fonds. L'importance de la procédure mise en place ne pouvait échapper à la recourante ...
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