40 Millionen plus minus X – Wer profitiert eigentlich von internationalen Transfers?

Der Wechsel Javi Martínez von Athletic Bilbao zum FC Bayern München war in vielerlei Hinsicht spektakulär. Sich sträubende Basken, komplizierte Ausstiegsklauseln, eine extrem hohe Ablösesumme, spanisches Steuerrecht. Obgleich Martínez mittlerweile im neuen Dress zu bewundern ist, tauchen neue Probleme auf: der CA Osasuna, für den Martínez bis zum 30.06.2006 gespielt hat, verlangt in Zusammenhang mit dem Wechsel die stolze Summe von 800.000 € vom FC Bayern. Dies wirft nicht nur bei Uli Hoeneß die Frage auf, wer eigentlich von internationalen Transfers profitiert?

Die FIFA sieht in ihrem Reglement bezüglich Status und Transfer von Spielern unter bestimmten Umständen eine Ausbildungsentschädigung sowie einen Solidaritätsmechanismus bei internationalen Transfers (und Leihen) zugunsten der ehemaligen Vereine eines wechselnden Spielers vor. Diese beiden Posten sind unabhängig voneinander, werden aber sowohl von der Presse als auch von den Clubverantwortlichen gerne verwechselt.

Die Ausbildungsentschädigung steht denjenigen Vereinen zu, die den Spieler zwischen dem 12. und 21. Lebensjahr ausgebildet haben. Sinn und Zweck ist die anteilige Entschädigung für Aufwendungen, die der neue Klub nicht aufbringen musste, wovon er nun aber profitiert. Sie wird fällig beim ersten internationalen Profivertrag eines Spielers sowie bei jedem weiteren internationalen Transfer bis zum 23. Geburtstag des Spielers. Die Zahlung ist somit auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt. Die Berechnung erfolgt auf Grundlage des hypothetischen finanziellen Aufwands, den der aufnehmende Verein bei eigener Ausbildung des Spielers gehabt hätte. Dieser Aufwand setzt sich grundsätzlich aus dem Produkt von Trainingskosten des aufnehmenden Vereins und der Trainingsjahre im jeweiligen Ausbildungsverein zusammen ...

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