Mit dem Flieger zum Vorstellungsgespräch?

Potentielle Arbeitgeber, die einen Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch einladen und dabei nicht ausdrücklich die Kostenerstattung ausschließen, sind verpflichtet, einem Bewerber die erforderlichen Kosten der An- und Abreise sowie ggf. die Kosten einer Übernachtung zu erstatten, unabhängig davon, ob die Bewerbung erfolgreich ist oder nicht (§ 670 BGB). Wenn die Anreisestrecke besonders lang ist, stellt sich mitunter die Frage, ob der Bewerber auch das Flugzeug wählen kann. Selbstverständlich ist er in der Wahl des Beförderungsmittels frei; bei der Benutzung eines Fliegers kann er jedoch nicht unbedingt mit voller Kostenerstattung rechnen. Dies ergibt sich exemplarisch aus einem neueren Urteil des ArbG Düsseldorf (vom 15.5.2012 – 2 Ca 2404/12). Der Kläger, wohnhaft in Hamburg, hatte bei der Beklagten an deren Sitz in Düsseldorf beworben. Er reiste mit dem Flugzeug zum Vorstellungsgespräch an. Zu einer Einstellung kam es nicht. Der Kläger machte Vorstellungskosten i. H. v. 429,62 Euro geltend. Die Beklagte erstattete nur einen Betrag von 234 Euro ...

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