Minderung und Qualität der Räume

Im Wohnraummietrecht orientiert der BGH in ständiger Rechtsprechung die Minderung an der prozentualen Flächenunterschreitung (BGH v. 24.3.2004 - VIII ZR 295/03, NJW 2004, 1947, 1949; BGH v. 10.3.2010 - VIII ZR 144/09, NJW 2010, 1745 Rz. 12). Zuletzt hat er die Minderung von der Gesamtmiete allein im Umfang der Flächenabweichung berechnet, obwohl möblierte Räume vermietet waren und die Flächenabweichung den nicht separat ausgewiesenen Möblierungszuschlag eigentlich nicht tangierte (BGH v. 2.3.2011 – VIII ZR 209/10, NJW 2011, 1282).

Ist aber Gewerberaum vermietet und schon in der Beschreibung der Mietsache zwischen ihren einzelnen Teilen unterschieden, soll eine andere Bewertung gerechtfertigt sein. Dies gilt insbesondere, wenn sich die Flächenabweichung ganz überwiegend auf Kellerräume bezieht und sich diesen auch konkret zuordnen lässt (BGH v. 18.7.2012 – XII ZR 97/09 ). Im konkreten Fall war sowohl der Laden (allerdings für sich genommen unwesentlich) als auch der Keller tatsächlich kleiner als im Mietvertrag angegeben ...

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