Waren Sie um 7:30 Uhr beim ersten Kunden? Morgenstund hat Gold im Mund!

Reinhold Würth wird im Südwesten gerne als „Schraubenkönig“ tituliert: Ohne die Würth-Gruppe würde nicht nur halb Deutschland, sondern (ganz ohne Euro) halb Europa auseinanderfallen. Buchstäblich. Die Befestigungen kommen nämlich meist von Würth. An Berühmtheit allenfalls vom 16 Jahre älteren und ebenfalls schwäbischen Erfinder Fischer übertroffen, der die passenden Dübel erfand.

Der Blick in die Zeitung ist für Reinhold Würth aber etwas kontrastreich heute.

Der Berliner “Tagesspiegel” feiert den Patriarchen und seine Frau wegen deren sozialen Engagements, für das der den James-Simon-Preis im Bodemuseum überreicht bekam. Daheim im Südwesten braut sich dagegen ein Sturm im Wasserglas zusammen, wie er u.a. in der Welt nachlesen könnte. Würth findet nämlich, sein Außendienst arbeite nicht genug. Das hatte er den auch wissen lassen – in einem sog. „Brandbrief“. Da heißt es u.a.:

Wegen der „miserablen Umsatzzuwachsrate“ des ersten Halbjahrs könne der Firmengewinn so unter Druck geraten, „dass wir uns von Außendienstlern, die vielleicht nicht mehr als ihre eigenen Kosten verdienen, trennen müssten“.

Einen Ratschlag gibt der Chef auch:

Die Angestellten in der Zentrale seien mit Mittagspause von 7.30 bis 17.15 Uhr im Dienst. „Sind Sie um 7.30 Uhr beim ersten Kunden?“

Nein, wohl nicht. Also die Drohung:

“Ausdrücklich: Ich denke nicht daran, den Außendienst abzuschaffen, appelliere aber an Sie alle, die Geduld der Zentrale nicht zu überfordern.” Er fügt an, Morgenstund habe Gold im Mund ...

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  • "Schraubenkönig"-Brandbrief empört IG Metall

    welt.de - 11 Leser - Reinhold Würth macht seinen Außendienstmitarbeiter Beine. Damit der Umsatz stimmt, sollen sie künftig am besten schon um 7.30 Uhr beim Kunden sein. Der Gewerkschaft stößt das übel auf.

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