I am leaving on an airplane – Bewerber fährt mit seiner Klage auf Ersatz von Flugkosten gegen die Wand

Ach, hat sich da wohl einer gedacht, wenn ich schon mal zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werde, dann reise ich doch auch stilvoll und bequem an.

Nichts da! Erklärte ihm jedoch das Arbeitsgericht Düsseldorf brüsk, die Kosten für das Flugzeug muss der Arbeitgeber nicht übernehmen. Der Mann wurde nicht nur nicht eingestellt, sondern blieb auch noch auf dem Großteil der Kosten für die Anreise sitzen. Nach allgemeiner Ansicht muss ein Arbeitgeber einem Bewerber alle Aufwendungen ersetzen, die der Bewerber den Umständen nach für erforderlich halten durfte. Zu den erstattungspflichtigen Kosten gehören u.a. auch die Fahrtkosten, die der Bewerber aufwendet, sofern diese zum Zwecke des Aufsuchens des Arbeitgebers erforderlich sind.

Ob Flugkosten in der Regel zu erstatten sind, ist umstritten. Dies wird z.T. nur dann befürwortet, wenn der Arbeitgeber die Übernahme zugesagt hat. Nach anderer Ansicht bestimmt sich die Höhe der ersatzfähigen Kosten wesentlich nach der Bedeutung der ausgeschriebenen Stelle; Indikator sei etwa die übliche Vergütung. Je höher diese sei, umso eher dürfe der Bewerber eine Anreise in der 1. Wagenklasse oder per Flugzeug für erforderlich halten.

Im vorliegenden Fall musste dieser Meinungsstreit jedoch nicht gelöst werden ...

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