EDVGT 2012: AK Interoperabilität von Anwalts- und Gerichtssoftware

Pünktlich um 13 Uhr eröffnete der Geschäftsführer der Europäischen EDV-Akademie des Rechts den Arbeitskreis und begrüßte Referenten und Zuhörer. Daniela Freiheit gab sodann einen kurzen Überblick über den Elektronischen Rechtsverkehr und wies auf die Komplexität der Materie hin. Herr Dr. Rieck (Goethe-Universität Frankfurt a.M.) stellt eine Studie zur Akzeptanz des Elektronischen Rechtsverkehrs (ERV), die im Auftrag des Hessischen Ministeriums der Justiz, für Integration und Europa in Auftrag gegeben wurde, vor. Nach kurzer Bestandsaufnahme zeigt er auf, welche Informationsdefizite bei der Durchsetzung des ERV noch behoben werden müssen. Er legt die Vorgehensweise bei der Erstellung der Studie dar und bespricht zunächst die Überlegungen zu den Gründen für die Nichtbenutzung des Elektronischen Gerichts- und Verwaltungspostfachs (EGVP). Der Referent geht auf die subjektive Sicht der interviewten Rechtsanwälte unter Darlegung der Zusammensetzung der Gruppe aus Nutzern, Nichtnutzern und ehemaligen Nutzern sowie demographischer Gesichtspunkte ein. Auf Nachfrage weist er darauf hin, dass das Verhalten und die Sicht des einzelnen Anwalts untersucht wurde, nicht die Kanzleipraxis. Ferner widmet er sich Nutzungsabsichten differenziert nach Nutzern und Nichtnutzern. Als frappierendes Ergebnis der Umfrage präsentiert er, dass Nichtnutzer eine optimistischere Sicht auf die Erzielung von Zeitersparnissen sind, als die Nutzer selbst, die ganz überwiegend das EGVP mit Mehraufwand verbinden. Ein ähnliches Ergebnis zeigt sich in Bezug auf Kostenersparnisse. Nach einem Blick auf die Beweggründe zur Nutzung des EGVP werden die wichtigsten Kritikpunkte besprochen. Um eine breitere Nutzung zu generieren schlägt er vor, die Vorteile des EGVP deutlicher in den Vordergrund zu stellen. Elektronischer Rechtsverkehr in der anwaltlichen Praxis ist das Thema des Vortrages von Herrn Rechtsanwalt Volk, Beauftragter des Vorstandes des Deutschen Anwaltsvereins für eJustice ...Zum vollständigen Artikel


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