Untreue-Verdacht: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Geschäftsführer des Adlon-Fonds

Zwei Anleger des Immobilienfonds der Fundus-Gruppe, zu der auch das Adlon Hotel in Berlin gehört, hatten Strafanzeige wegen Untreue gegen den Geschäftsführer gestellt. Auslöser war, dass seit Herbst 2008 von den Gesellschaftern der Verzicht auf Zahlungen der Adlon Holding gefordert wird. Begründet hat der Geschäftsführer dies mit der Wirtschaftskrise und weiteren finanziellen Problemen der Adlon Holding. Dadurch entgingen dem Fond Einnahmen in Höhe von 7,7 Millionen Euro. Auch soll der Geschäftsführer aus dem Fond Schadensersatz an Holdings seines Sohnes gezahlt haben. Dabei existierten diesbezüglich gar keine Schadensersatzansprüche.

An der Führung des Unternehmers gibt es schon seit Jahren Kritik. So seien in den letzten Jahren mehrere Projekte in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Die Staatsanwaltschaft Köln geht davon aus, dass sich die Vorwürfe erhärtet haben und hat nun Anklage gegen den Geschäftsführer und fünf seiner Mitarbeiter beim Landgericht Aachen wegen Untreue erhoben.

( Quelle: Fonds Professionell, 05.09.2012 )

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage.

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