Nun auch die AOK: Stopp des Versands der Infobriefe zur Organspende an ihre Versicherten

Nachdem hier bereits die Siemens-Betriebskrankenkasse den Anfang gemacht und als erste den Versand der Informationen ausgesetzt hatte (dieser Post-Titel war von mir durchaus alles andere als zufällig gewählt), zieht nun auch die AOK nach. Und stoppt den Versand der Infobriefe zur Organspende an ihre Versicherten nach diesem Bericht der Berliner Zeitung.

Die auf den Websites der AOK und ihres Bundesverbandes bisher vorhandenen Infos zur Organspende sind – wie ein Blick dorthin zeigt – weiterhin abrufbar. Nur der aktive Versand der Unterlagen an die Versicherten unterbleibt derzeit.

Zu recht, finde ich. Wer als Krankenkasse beim Sachleistungsprinzip wie bei der Kostenerstattung nur gesetzlich erlaubte medizinische Eingriffe finanzieren darf, würde sich unglaubwürdig machen, wenn er dort kein Zeichen setzt, wo die Rechtmässigkeit der Abläufe bei der Verteilung von Organen fraglich geworden ist. Wo auch an angeblich “nur” Einzelfällen sichtbar wird, dass das System nicht gegen derlei massive Manipulationsmöglichkeiten abgesichert ist. Um sicherzustellen, dass es so gesetzmässig und solidarisch funktioniert, wie ein Solidarsysteme – zu denen auch die gesetzliche Krankenversicherung, die diese Behandlungen finanzieren soll – gehört. Eines der essentiellen Solidarleistungssysteme überhaupt in unserer Rechts- und Verfassungsordnung. Hinzu kommt, dass Organspende eine freiwillige Spende ist. Ob vom hirntoten Spender oder vom Lebendspender ...

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