Handyverstoß – Null Punkte…

...sind die beste Rechtsschutzversicherung, wurde mir recht früh beigebracht und bestätigte sich kürzlich bei der Verteidigung gegen einen Handyverstoß am Steuer.

Dem Mandanten wurde ein Handyverstoß am Steuer vorgeworfen. Angeblich soll er das Mobiltelefon in der linken Hand an das linke Ohr gehalten haben. So hatte es angeblich der Polizeibeamte im vorausfahrenden Zivilstreifenwagen gesehen. Dies ergab sich jedenfalls aus der Verfahrensakte. Ich als Brillenträger hätte mich zwar hierzu nicht in der Lage gesehen, offenbar gibt es aber Polizeibeamte, die mit einer erheblich besseren Sehschärfe gesegnet sind.

So weit, so gut. Der Mandant besitzt zwar ein Handy. Dieses ist aber schwarz und hat lediglich einen silbernen Rückendeckel, der dazu nur einen Teil der Rückseite bedeckt. Demgegenüber hat der Mandant aber ein silbernes Diktiergerät, welches auch von ihm im Auto benutzt wird. So musste es auch hier gewesen sein. Ob nun das Benutzen eines Diktiergerätes weniger gefährlich ist als die Nutzung eines Handys sei hier mal dahingestellt. Jedenfalls ist es kein Verstoß gegen die StVO. Beste Voraussetzungen also für die Verteidigung.

Mit allen möglichen Beweisanträgen gerüstet ging es nun auf zur Hauptverhandlung. Nach dem Motto „zehn Minuten vor der Zeit" erreichte ich das Gericht recht pünktlich ...

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